Veltheim an der Weser
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Wissenswertes, Aktuelles und Historisches aus Veltheim
 

Veltheimer Zeittafel

Veltheims Historie im Zeitraffer

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Zeittafel von Veltheim ab 400 n. Chr. (aus dem Buch "Zeitreise durch Veltheim an der Weser" von Reinhold Kölling, 2020)

400–500

Um diese Zeit entstehen zwei Eschsiedlungen: die Eschbauernsiedlung Veltheim und die Eschbauernsiedlung Helen.

896

Die Ursprünge der Veltheimer Kirche reichen einer Legende nach bis ins 9. Jahrhundert zurück. Damals habe eine edle Frau von Hildburg im Verein mit dem Priester Folkart im Jahre 896 das Kloster Möllenbeck und acht weitere Kirchen gegründet, darunter auch die Kirche Veltheim. Die älteste erreichbare Fassung dieser Legende datiert 1380 (Hermann von Lerbeck; Catalogus episcoporum Mindensium).

 900–1100

In Veltheim werden sechs oder sieben neue Erbenhöfe gegründet.

 936

Eine Legende erzählt, dass im Jahre 936 die Ungarn das Kloster Obernkirchen zerstören und vierzig Nonnen ermorden. Eine bleibt ihrer Schönheit wegen am Leben, weil der Anführer sie zur Gattin nehmen will. Auf dem Zug durch Veltheim verwünscht die Nonne ihre Schönheit und schneidet sich mit einem Messer die Nase ab, um sich für immer zu verunstalten. Da wird sie von dem Anführer der Ungarn ermordet. Ihr Grab soll sich in Veltheim an der Fährstelle befinden.

 1080–1089

Das Dorf „Helen bei Veltheim“ wird erwähnt, als Bischof Reinhard von Minden seinem Kapitel „eine domus überweist“.

 

1093

Die „Lippischen Regesten“ benennen einen „Everhard von Velt­heim“, welcher im Jahre 1093 seine Einwilligung zum Verkauf der „Agistersteyn“ (Externsteine) an das Abdinghofkloster zu Paderborn für 14 Pfund Silber und anderes gibt.

 

1151

In einer Urkunde wird beschrieben, dass das Marienstift bei Herford Besitztümer in Veltheim hat.

 

1178

Im Westfälischen Urkundenbuch ist verzeichnet, dass die „Edle Mathilde von Ricklingen“ beträchtliche Güter in Veltheim an die Mindener Kirche schenkt. Die Schenkung wird später der „Bischof Thietmar von Minden“ beurkunden.

 

1185 und 1206

Das „Westfälische Urkundenbuch“ benennt einen „Albert von Veltheim“ in den Angaben der Erbschaften der „Töchter der Mathilde von Ricklingen“.

 

1206–1209

Bischof Heinrich II. übergibt einen Hof in Veltheim an den „Edlen Adolfus de Flotowe“.

 

1245/46

„Gottfried von Veltheim“ wird als Zeuge in zwei Vertragsurkunden zwischen „Graf Konrad von Wölpe“ und „Bischof Johann von Minden“ erwähnt.

 

1267–1275

Unter „Bischof Otto I.“ stiftet der „Edelvogt Wedekind vom Berge“ dem Dom zu Minden einen Hof in Veltheim.

 

1241–1297

Ein „Johann von Veltheim“ wird als Zeuge in Urkunden der „Edelvögte Wiedekind“ und „Gerhard Schalksberg“ genannt.

 

1373

Ein „Gerhardus de Veltheim“ wird als „Rektor ecclesiae in Ostereybege“ (Eisbergen) beschrieben.

 

1300–1500

In dieser Zeit ist Helen (das heutige Bruchtal) „wüst“ geworden (hat die Eigenständigkeit verloren) und ging in Veltheim auf, wurde allerdings noch in Urkunden 1263, 1269 und 1332 erwähnt.

 

1400

Die Besiedlung der Veltheimer Mark durch die Markkötter beginnt am Südhang der Klinke, Südhang des Bokshorn, Lüchte, Heidgrund.

 

1406

Ausdrückliche Erwähnung findet Veltheim in einer Beschreibung der Fehde des Bischofs Wulbrand (1406–1436) und seines Mit­regenten Albert von Hoya (später Bischof Albert II. 1436–1473) gegen die Stadt Osnabrück und deren Verbündete, die Lemgoer, Varenholzer und die Grafen von Lippe.

 

1435

Am 25. April kommt es zwischen den Mindenern und den Osna­brückern sowie deren Verbündeten, den Lemgoern, den Varenholzern und den Grafen zu Lippe, zu einer Schlacht in der Velt­heimer Masch. Die Mindischen erleiden eine vollständige Niederlage und verlieren neben 322 toten Soldaten viele Gefangene.

 

1462

Der Bischof von Minden verpfändet den Wenden (de Wend), den Herren auf Schloss Varenholz, das Dorf Veltheim.

 

1471

Veltheims Bewohner leiden sehr unter den Raubzügen des Varenholzer Schlossherrn Friedrich von der Wend, der am 09.09.1471 das bischöfliche Schloss Hausberge verbrennt.

 

1530

Die Reformation wird vom zunächst noch katholischen und bis 1550 amtierenden Pfarrer Gerhard Stohlmann (gestorben 1581) eingeführt.

 

1575

Es wird ein Pfarrhaus gebaut. Zu dieser Pfarre, gelegen westlich vom Kirchhof, gehören 32 Morgen Saatland, die der Pfarrer selbst bewirtschaftet. Die ursprüngliche Lage des Pfarrhauses befand sich 100 Meter östlich der Kirche auf einem Grundstück, das als „Wehme“ (Wehdum = Pfarrwitwentum) bezeichnet wurde und im Besitz der Kirche war. Das Pfarrwitwentum war mit 5 Morgen Land, Gartenland und freier Weide für eine Kuh ausgestattet.

 

1600

Ab dieser Zeit entsteht eine neue Art der Besiedlung, die Brink­sitzersiedlungen. „Brink“ bedeutet in diesem Zusammenhang „Wohnplatz am Rande“. Basenberg, Bokshorn, Lüchte, Kahlen Brink, Sieben Eichen, Holbrede, Sprengelweg.

 

1614/15

Im Salbuch des lippischen Amtes Varenholz ist vermerkt, dass die Grafen von der Lippe den „Zehnten bzw. den Elften“ von sieben gräflich lippischen Eigenbehörigen in Veltheim erheben. Dies ist im Urbar von Veltheim von 1682 ebenfalls beschrieben.

 

1618–1648

Im Dreißigjährigen Krieg hat unser Wesertal unter häufigen Truppendurchzügen und Kämpfen zu leiden (1633 Schlacht bei Hessisch Oldendorf). 1626 grassiert im Wesertal die Pest, im Eisberger Kirchspiel fordert diese allein 515 Todesopfer. Für Veltheim sind keine genauen Zahlen bekannt, aber auch dieser Ort bleibt nicht verschont. Nach 1633 halten die Schweden unsere Gegend besetzt. Ab 1636 gibt es eine schwedische Regierung mit Sitz in Petershagen. Die Schweden gründen in Veltheim die erste Schule.

 

1627

Der Grenzstreit an der Weser mit den Lippern beginnt. Dieser zieht sich bis 1732 hin, dauert also 105 Jahre.

 

1648

Nach dem Westfälischen Frieden zu Osnabrück und Münster wird das Bistum Minden dem Kurfürsten von Brandenburg zugesprochen, der 1650 seinen Erwerb in Petershagen in Besitz nimmt.

 

Pfarrer Johann Crusius beginnt mit dem Schreiben des ersten Kirchenbuches. Dieses Buch ist leider verschollen.

 

1650

In diesem Jahr werden für die Kirchspiele in unserem Gebiet sogenannte „Visitationsberichte“ erstellt. Einen solchen Bericht gibt es auch für Veltheim.

 

1657

Ein Taufstein in der Kirche trägt die Jahreszahl 1657 und unter anderem den Namen „Kreke“. Es ist anzunehmen, dass die Altar­leute Rudolf Kreke und Jost Kreke vom Krekenhof (im Schierholz) die Stifter des Taufsteins sind.

 

1663

Die Kirchengemeinde Veltheim lässt eine Glocke gießen.

1682

Im Januar 1682 wird in der „Bauerschafft Veltheimb“ ein Urbar erstellt. Das Urbar ist ein Verzeichnis sämtlicher Wohnstätten des Dorfes sowie der Abgabe- und Dienstverpflichtungen ihrer Inhaber.

1689

Die Kirche bekommt die erste Orgel. Ein Geschenk von der „Kanzlerin v. Mercy“, die die Witwe des Obristen Kreke vom Krekenhof ist. Diese wird bis 1912 genutzt.

 

1723

Die „Bockwindmühle“ wird auf dem Mühlenbrink gebaut.

 

1725

Das älteste jetzt noch vorhandene Kirchenbuch wird von Pfarrer Fischhaupt angelegt.

 

1732

Johann Hinrich Schäfer wird zum Fährmann bei der kleinen „Handfähre“ zu Veltheim bestellt und vereidigt.

 

1733

Das Fürstentum Minden zerfällt in fünf Ämter, u. a. Amt Hausberge. Das Amt Hausberge ist geteilt in drei Vogteyen. Veltheim gehört zur Vogtey „Die Landwehr“.

 

1745

In Veltheim gibt es neun „Linneweber“ (Leineweber).

 

1753

Veltheim hat insgesamt 88 Feuerstätten (lt. Schlichthaber).

 

1754

Am 3. April stirbt der Pfarrer Tidemann im Alter von 62 Jahren. Seinen Aufzeichnungen verdanken wir genauere Kenntnisse über die damalige Zeit.

 

1757–1765

In diesen Jahren gibt es sehr viele Weserüberschwemmungen. Das Wasser fließt oft durchs Dorf und gefriert.

 

1766

In Veltheim herrscht großer Wassermangel wegen einer Trockenheit.

 

1767

Am 19. Januar setzt von 8.00 bis 9.00 Uhr ein Erdbeben ein.

 

1782

Der 76-jährige Küster Anton Fricke stirbt beim Läuten der Glocken durch einen Sturz von der Kirchturmleiter.

 

1793

Am 1. Januar verunglückt das Fährschiff und vier Frauen ertrinken.

 

1800

Ein preußischer Beamter sieht das Dorf Veltheim dem baldigen Untergang geweiht. Beschrieben in einer „Generalen Beschreibung von dem Amte Hausberge“ (Original im Staatsarchiv Münster). Zitat: „… überhaupt drohet die Weser dem guten Dorfe Feltheim den gänzlichen Untergang. Armes Feltheim.“

 

1804

Die Schulstube wird neu ausgebaut und befindet sich danach in leidlichem Zustand.

 

1806/07

Der lang andauernde Fährstreit beider Fährleute (Colin Freding Lippische und Schachtmeister Schäfer) geht zu Ende. Die große lippische Fähre verschwindet, Schäfers Fähre bleibt.

 

1808

Während der Herrschaft Napoleons gehört Veltheim zum „Königreich Westphalen“ unter Napoleons Bruder Jerome. Der Kanton Hausberge (mit Veltheim) wird dem Distrikt Rinteln zugeschlagen.

 

1812

Die alte Glocke der Kirche wird umgegossen und erhält die Inschrift: „Die Veltheimer Gemeinde hat mich von H.W. Altenburg in Bückeburg umgießen lassen.“

 

Unsere Region wird von einer schweren Blatternepidemie heimgesucht.

 

1813

Am 1. November erscheint der erste Trupp Lützower vor Minden. Die Franzosen ziehen sich aus dieser Gegend zurück und die siebenjährige Fremdherrschaft endet endlich.

 

Das Kirchspiel Veltheim zählt 109 Feuerstätten mit 740 Seelen, darunter 724 Lutheraner, 15 Reformierte und ein Katholik. Quäker, Juden, Menoisten, Herrnhüter und Pietisten finden sich in Veltheim nicht.

 

1815

Am 13. November 1815 brennt das Gehöft Hecker, Veltheim Nr. 8, komplett ab. Von der Stätte Hecker haben das Gebiet und die Straße „Heckerfeld“ den Namen.

 

Die preußische Verwaltung wird wieder eingerichtet: Kanton (später Amt) Hausberge, Kreis Minden, Provinz Westfalen.

1816

Tellermann Nr. 5 wird in diesen Jahren als Ortsvorsteher genannt.

 

1823

Das Küsterhaus wird als Fachwerkhaus hinter der Kirche (heute Mahrstraße) neu gebaut. Es wird später als sogenannte „Alte Schule“ betitelt und wiederum später auch als Schulhaus genutzt.

 

Als Ortsvorsteher wird ein Edler genannt.

 

1824

Colon Wortling Nr. 29 baut am Südhang der Lüchte eine Wassermühle.

 

Zum Kirchenvorstand gehören: Huck Nr. 4; Buschmann Nr. 99, Pook Nr. 7 und Voth Nr. 22.

 

1826

Mühlenverpachtung (Anzeige im Anzeiger des Regierungsbezirks Minden vom 10. Januar 1826): Die zu dem Gute Eisbergen gehörende Windmühle bei Veltheim nebst Wohnhaus und Garten soll meistbietend verpachtet werden.

 

1831

In Hausberge wird monatlich ein Gerichtstag gehalten, um den Bewohnern der Kirchspiele Holzhausen, Eisbergen und Veltheim und der Stadt Hausberge aufgrund der Entfernung zum Land- und Stadtgericht Minden den Betrieb ihrer Rechtsangelegenheiten zu erleichtern.

 

1833

Die Schulinspektionsbezirke werden von der Königlichen Regierung zu Minden neu gestaltet. Pastor Frederking zu Holzhausen wird zuständig für diverse Kirchspiele, u. a. auch für Veltheim.

 

1834

Der Reinertrag der Grundgüter und Gebäude beträgt für die Gemeinde Veltheim 10354 Rttr, 1 Groschen und 2 Pfennig. Davon fließen 1358 Rttr, 23 Groschen und 8 Pfennig an die Staatskasse (Prinzipalsteuer).

 

1839

Das Pfarrhaus am Beginn des Heuwegs wird neu erstellt, und zwar ohne Hand- und Spanndienste für 2253 Thaler.

 

In der Nacht vom 15. auf den 16. März 1839 werden aus der Wohnung des Predigers Erfling zu Veltheim mittels gewaltsamen Einbruchs diverse Gegenstände entwendet, u. a. ein Abendmahlkelch von Neusilber.

 

1839–1849

Die Markenteilung wird 1839 de facto durchgeführt und 1849 rechtlich wirksam vollzogen. Es sind 1591 Morgen neu verteilt.

 

1840–1860

In diesen Jahren gibt es in unserer Gegend viele Missernten. Das führt dazu, dass viele Bewohner nach Amerika auswandern. In Veltheim sollen es um 100 Menschen gewesen sein.

 

1840

Am Südhang des Bokshorn, nördlich der Stätte Peetz Nr. 55, liegt noch das Forsthaus des Forstfiskus.

 

1841

Ein Hochwasser beschädigt u. a. das Schulhaus. Danach besteht Einsturzgefahr. Insgesamt werden bei der Hochwasserkatastrophe in Veltheim 71 Häuser und 28 Scheunen von der Weser unter Wasser gesetzt. 450 Bewohner sind betroffen und ca. zwei Drittel der gesamten Veltheimer Feldflur überschwemmt.

 

Neue Einteilung der evangelischen Diözesen im Regierungsbezirk Minden. Aus vier Superintendentur-Sprengeln werden sieben Diözesen gebildet. Veltheim gehört hernach zur Diözese Vlotho.

 

1842

An das neue Pfarrhaus wird für 135 Thaler ein Backhaus angebaut.

 

1843

Bis 14. April ist Lohnsmeier Ortsvorsteher.

 

Als Gemeindevorsteher für Veltheim wird Beucke an das Amt Hausberge gemeldet.

 

Im Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Minden wird veröffentlicht, dass in Veltheim 869 Seelen wohnen.

 

1846

Die Königliche Oberförsterei gibt u. a. bekannt, dass die königliche Privat-Jagd der Vogtei Landwehr bei „Veldheim“ für sechs Jahre neu verpachtet werden soll. Pachtlustige sollen sich am 7. April 1846 im Geschäftslokal der Oberförsterei in Hausberge einfinden.

 

1850

Colon Taake baut auf dem Bokshornberg (124 m hoch) eine Holländer Windmühle.

 

Bekanntmachung im Amtsblatt der Königlich Preußischen Regierung zu Minden: 29.6.1850 die zum Gute Eisbergen gehörige, zwischen den Dörfern Eisbergen, Lohfeld und Veltheim belegene Veltheim Windmühle, welche im besten Zustande und Betriebe sich befindet und einen Roggengang enthält, soll am 20. Juli öffentlich meistbietend nebst Wohnhaus und Garten, und drei Morgen gutes Ackerland verkauft werden.

 

Veltheim hat 919 Einwohner und rund 145 Wohnstätten.

 

1852

Ein Korff ist Ortsvorsteher.

 

1853

Den Gemeinderat bilden: Voth, Pook, Böke, Bödecker, Pape, Buschmann. Pape ist Ortsvorsteher, Pook sein Stellvertreter.

 

1855

Die Grundeigentümer der Gemeinde Veltheim haben den Neubauer Heinrich Hohmeyer daselbst als Holzaufseher für ihre Holztheile angestellt und gerichtlich vereiden lassen. Der Hohmeyer trägt in seinem Dienst ein Gewehr und vor der Mütze ein Schild mit den Worten „Holzaufseher der Veltheimer Marken-Interessenten“.

 

1859

Am 6. Juli wurde beim Neubau eines Brunnens des Colon Niehuß Veltheim Nr. 46 der Brunnenbauer August Hilker aus Blomberg in 21 Fuß Tiefe verschüttet und konnte erst nach 35 Stunden lebend zu Tage gebracht werden. Ein zweiter Arbeiter konnte nur tot geborgen werden.

 

1860

Am 4. Oktober 1860 kenterte ein Kahn mit 13 Arbeitern und mit Befestigungsmaterial für die Uferböschungen, als dieser von Velt­heim nach Eisbergen fahren sollte. 12 Arbeiter konnten sich retten, der Veltheimer Neubauer Wilhelm Hecker ertrank.

 

1863

Das Königliche Appellationsgericht gibt bekannt, dass für Veltheim der Kantor Rahmann Schiedsmann ist.

 

1868–1870

Der Friedhof im Dorf wird neu geschaffen, da Begräbnisse auf dem Kirchhof aus Platzgründen nicht mehr möglich sind. Die Anlage eines neuen Friedhofs fordert die Regierung schon seit 1858 aus hygienischen Gründen. Die Kirchengemeinde und die politische Gemeinde Veltheims streiten darüber, bis es 1868 zu einer Ei­nigung kommt und der neue Friedhof an der Dorfstraße (heute Driftenstraße) angelegt wird.

 

Colon Säger Nr. 52 gründet auf der Klinke eine Ziegelei. Um 1900 werden dort rund 30 Ziegler beschäftigt.

 

1871

Anlässlich des Kriegsendes pflanzen die späteren Gründer der Kyffhäuserkameradschaft Veltheim die Sieges- und Friedenseiche. Sie ist zum Zeitpunkt der Pflanzung etwa 8 Jahre alt.

 

1872

Das Fährhaus wird an der Weser neu erbaut.

 

1877

Der 1873 begonnene Bau der Eisenbahnlinie Löhne – Hameln wird beendet. Veltheim lehnt zunächst einen eigenen Bahnhof ab, dieser wird weit nach Westen in Eisbergen gebaut.

 

Die Zahl der Schülerinnen und Schüler steigt auf 226 an. Darum ordnet die Behörde eine zweite Lehrerstelle an. Daraus entsteht im oberen Veltheim ein zweiter Schulbezirk, der zunächst noch der „unteren“ Schule angegliedert ist.

 

1878

Gründung der Kyffhäuserkameradschaft Veltheim.

 

Amtsverordneter für Veltheim ist Stuke Nr. 6 (bis 1884).

 

1879

Gründung und Bau der Schule Veltheim II im oberen Veltheim.

 

1880

Dem Schulamtsbewerber Paland zu Veltheim ist die einstweilige Verwaltung der neu gegründeten zweiten Lehrerstelle an der evangelischen Schule daselbst vom 1. Dezember 1879 ab übertragen.

 

1880–1890

Der zweite Schritt (nach der Markenteilung) zur Neuordnung des Grundbesitzes in Veltheim beginnt, die Separation, meistens „Verkoppelung“ genannt. Dabei werden 70 % der Gesamtflächen, genau 831 Hektar, einbezogen.

 

1881

Das Pfarrhaus fällt einem Brand zum Opfer. Es entsteht Totalschaden.

 

Ein gewaltiges Hoc